INDUSTRIEHALLE
FIRMA PREMEX

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Durch die einfache Geometrie und die übersichtliche Komplexität dieser Bauaufgabe, dem Bau einer Industriehalle für die Firma Premex, konnten wir die Anwendung und Praxistauglichkeit einer Formel testen, welche als Ergebnis zahlreicher Überlegungen entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um einen Koeffizienten zur Ermittlung des sogenannten Topologieoptimums.
Da die Außenabmessungen für die Halle fest vorgegeben waren, entstand die Frage, wie das Tragwerk innerhalb dieses Rahmens für die vorgesehene Aufgabe optimiert werden könnte.

 

Für gewöhnlich werden für Hallenkonstruktion aus Stahl dieser Art und Größe ca. 20 kg/m2 verbraucht. Der erste Entwurf bewegte sich im Bereich von ca. 22 kg/m2. Nach ca. 12 Variantenstudien und einer Evaluation mit Hilfe des entwickelten Koeffizienten konnte der Stahlverbrauch letztendlich auf ca. 13 kg/m2 gesenkt werden. Dies entspricht einer Ersparnis von 41 % bzw. dem Äquivalent von 4,5 t Stahl. Beim aktuellen Tragwerksentwurf wurden die längsseitig verlaufenden Kabelrinnen aus Blech, welche von Seiten der Haustechnik ohnehin erforderlich waren, aus etwas dickerem Blech gekantet und für die Aussteifung der Stahlrahmen herangezogen.

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Um die Eindeckung aus gedämmten Sandwichpaneelen an der Konstruktion befestigen zu können, kamen für die Herstellung der Stahl-Fachwerkrahmen T-Profile zum Einsatz. Durch die alternative Verwendung von Rohrprofilen wäre eine weitere Materialeinsparung von 3-5 % möglich gewesen. Der Einsatz des Koeffizienten Kw zur Ermittlung des Topologieoptimums hat bei diesem Projekt wirkungsvoll seine Praxistauglichkeit und den direkten Nutzen seiner Anwendung unter Beweis gestellt. Eine Publikation zum Thema ist in Vorbereitung.