RAUMFAHRTZENTRUM
BADEN-WÜRTTEMBERG

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Der Universitäts- und Forschungsstandort Stuttgart ist unter anderem für seine Exzellenz im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik bekannt. Die Teile des ebenfalls hier angesiedelten Luft- und Raumfahrtzentrums waren lange über den gesamten Uni-Campus verstreut gewesen. Mit dem Neubau, für welchen sich das Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim verantwortlich zeichnete, sollten die Funktionen wieder zusammengefasst und ein ausdrucksstarkes Gebäude geschaffen werden, welches das Bild des zukunftsgerichteten, innovativen und professionellen Forschungszweigs wirksam nach außen transportiert.

 

Der elegant abgerundete und geschwungene Grundriss verschleiert geschickt die Masse des Gebäudes und erzeugt spannende Raumsituationen im Inneren. Durch die horizontale Gliederung der Fassade und den Einsatz einer präzise und leicht wirkenden Lamellenstruktur wird der skulpturale Charakter des Solitärs und der Kontrast zur umgebenden Bebauung wirkungsvoll betont. Der ursprüngliche Entwurf enthielt im Inneren Lichthöfe, deren schlanke, trichterförmige Tragstruktur ähnlich der berühmten filigranen Stahlmasten des russischen Ingenieurs Suchov konzipiert war. Leider wurden die Lichthöfe später nicht ausgeführt.

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Um im Erdgeschoss größere Spannweiten stützenfrei realisieren zu können wurde an einer Stelle mit einer an der Oberseite angeordneten Voutung der Stahlbetondecke gearbeitet. Dadurch konnte die Unterseite eben bleiben und eine größtmögliche Flexibilität im Hinblick auf die Stellung der Wände erreicht werden. An anderer Stelle wurde die maximale Spannweite durch den Einsatz wandartiger Träger als Oberzüge im 1. Obergeschoß gelöst.
Die Grundrissgeometrie stellte eine besondere Herausforderung bei der Planung und Umsetzung dar. Um das Gebäude und die gekrümmte Fassade beschreiben zu können wurde parallel mit einem orthogonalen und einem zylindrischen Achsensystem gearbeitet.